Ratgeber

Bodenrichtwert verstehen: Was die Zahl wirklich bedeutet

Stand: 18.06.2026

Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für den Boden – in Euro pro Quadratmeter, bezogen auf ein Gebiet mit weitgehend gleichen Nutzungs- und Wertverhältnissen (eine sogenannte Bodenrichtwertzone). Er wird von den unabhängigen Gutachterausschüssen aus tatsächlichen Kaufpreisen abgeleitet und in der Regel jährlich oder alle zwei Jahre zum Stichtag fortgeschrieben.

Was der Bodenrichtwert ist – und was nicht

Er beschreibt den Bodenwert, nicht den Wert eines konkreten Grundstücks samt Gebäude. Lagebesonderheiten, Zuschnitt, Erschließung oder Altlasten eines einzelnen Flurstücks bildet er nicht ab. Für eine Verkehrswertermittlung ist er ein Ausgangspunkt, kein Ergebnis.

So liest du ihn richtig

  • Stichtag beachten: Werte gelten zu einem festen Datum. Ein Wert von 2019 ist heute nur bedingt aussagekräftig.
  • Nutzungsangabe: Oft steht dabei, wofür der Wert gilt (z. B. Wohnbaufläche, Gewerbe).
  • Verlauf ansehen: Die Entwicklung über mehrere Jahre sagt mehr als ein Einzelwert.

Bodenrichtwert für deine Fläche

In Flurio klickst du auf die Fläche und siehst – in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Nordrhein-Westfalen – den aktuellen Bodenrichtwert der Zone mit Quelle (BORIS) und Stichtag, in Brandenburg samt Verlauf über mehrere Stichtage. In den übrigen Ländern blendest du die Bodenrichtwerte, soweit offen verfügbar, als Kartenebene ein. Zur Karte.

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Dieser Beitrag dient der Orientierung und ist keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die jeweils zuständige Behörde.